Der bessere Sonnenschutz in K-Beauty

Manchmal braucht es Jahre bis man es einsieht. Man will nicht wahrhaben, dass Sonnenschutz nicht nur bei 30 Grad im Schwimmbad sondern täglich getragen werden sollte. Das ganze Jahr und bei jedem Wetter. Auch drinnen.

Allgemein bekannt ist, dass UV-Strahlen Sonnenbrand und Hautkrebs auslösen können. Dafür sind in erster Linie UVB-Strahlen verantwortlich, vor denen wir uns mit wahlweise mittlerem bis hohen Sonnenschutzfaktor im Sommer schützen. Der LSF (Lichtschutzfaktor) oder SPF (sun protection factor) gibt die Schutzwirkung gegen UVB-Strahlen an, je höher der LSF desto besser. Jedoch sind auch die UVA-Strahlen sehr gefährlich und es lohnt sich, ihnen mehr Beachtung zu schenken.

Was ist der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor, der auf jedem Sonnenschutzprodukt angegeben ist, bezieht sich nur UVB-Strahlen. Die Eigenschutzzeit der Haut wird um den angegebenen Faktor verlängert. Hat eine Person mit Hauttyp I eine Eigenschutzzeit von max. 10 Minuten, darf sie sich mit LSF 30 also maximal 300 Min. = 5 Stunden in der Sonne aufhalten.

Hauttyp

Hautfarbe

Haarfarbe

Augenfarbe

Sonnenbrand

 Eigenschutz

I

sehr blass, hell

rötlich

meist blau

sofort

5 - 10 min.

II

hell

blond

blau, grün, grau

schnell

10 - 20 min.

III

hellbraun

dunkelblond

grau, braun

selten

15 - 25 min.

IV

braun

dunkel

dunkel

kaum

20 - 30min.

 

Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz. Ist ein Lichtschutzfaktor von 30 doppelt so sicher wie 15? Nein. Ein Lichtschutzfaktor von 6 schützt zu ca. 83% vor UVB-Strahlen, bei einem Lichtschutzfaktor von 12 sind es ca. 91%. Folgende Tabelle veranschaulicht den Schutz vor Strahlen je nach Lichtschutzfaktor ganz gut:

 

 Lichtschutzfaktor

Schutz vor UVB-Strahlung

6

83%

10

90%

15

93%

20

95%

25

96%

30

97%

50

98%

100

99%

Der Unterschied zwischen einem Lichtschutzfaktor von 30 und 50 ist also gar nicht so hoch, wie es auf den ersten Blick scheint. Es gibt inzwischen auch Produkte mit Lichtschutzfaktor 100 und mehr auf dem Markt, aber so richtig sinnvoll ist das für gesunde Haut nicht.

Was ist mit den UVA-Strahlen?

Auch UVA-Strahlen sind gefährlich. Die längerwelligen Strahlen dringen tiefer in die Haut ein, schädigen die Zellen und beschleunigen massiv die Hautalterung. UVA-Strahlen sind die Ursache Nr. 1 für frühzeitige Hautalterung. Sie verursachen den Abbau von Kollagen, wodurch die Haut an Festigkeit verliert. Dadurch verliert sie nach und nach ihre Fähigkeit Wasser zu speichern. Die Folgen sind trocknere Haut, die Haut wirkt weniger prall und fahl und es entstehen Falten. Außerdem entstehen durch UVA-Licht Pigmentflecken und es entsteht ein unebenes Hautbild.

UVA-Licht ist das ganze Jahr vorhanden, auch im Winter. Es dringt durch Wolken und Fenster, weshalb man auch in Innenräumen immer einen Sonnenschutz tragen sollte. Die Schäden, die es auslöst werden nicht sofort sichtbar wie es bei UVB-Strahlen durch Hautrötungen der Fall ist. Viel mehr entstehen die Schäden schleichend und langfristig, was sie umso gefährlicher macht.

Wie kann man sich auch vor UVA-Strahlen schützen?

Sogenannte Breitbandfilter schützen sowohl vor UVA- und vor UVB-Strahlen. Neben der Angabe des Lichtschutzfaktors, der sich auf UVB-Strahlen bezieht, sollte auf dem Sonnenschutzprodukt auch ein Schutz vor UVA-Strahlen, ausgewiesen sein. Das UVA-Siegel dürfen Hersteller auf die Verpackung setzen, wenn der Schutz vor UVA-Strahlen mindestens ein Drittel des Lichtschutzfaktors beträgt.

 

Ein Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 30 und UVA-Siegel hat also sofern nichts anderes ausgewiesen ist einen Schutz vor UVA-Strahlen von mindestens 10 – und das ist nicht unbedingt viel. Folgende Tabelle gibt Aufschluss:

 

 Lichtschutzfaktor

Schutz vor UVB-Strahlung

Schutz vor UVA-Strahlen*

6

83%

50%

10

90%

70%

15

93%

80%

20

95%

85%

25

96%

88%

30

97%

90%

50

98%

94%

100

99%

97%

*ausgehend von einem Schutz von einem Drittel des LSF

In Korea bzw. Asien gibt es eine andere Methode zur Messung des Schutzes vor UVA-Strahlen. Die sogenannte PPD-Messung (Persistent Pigment Darkening) misst den Schutz der Sonnencreme vor Pigmentierung. Die Höhe des PPD-Wertes wird mithilfe eines PA (Protection UVA) Rating System anhand von vier Abstufungen von einem + (PPD 2-4) bis vier ++++ (PPD min.16) ausgewertet.

 

 PA

PDD

+

2-4

++

4-8

+++

8-16

++++

min. 16

 

Ein Produkt mit einem PPD-Wert, der wesentlich höher als 16 ist, würde dennoch nur mit PA++++ gekennzeichnet werden, deshalb geben viele Hersteller zusätzlich noch den genauen PPD-Wert an. 

Die richtige Anwendung:

Der Sonnenschutz kann noch so gut sein, kann jedoch nicht richtig performen, wenn er zu dünn aufgetragen wird. Als Faustregel gilt 2g Sonnenschutz pro Gesicht durchschnittlicher Größe und Hals, was ungefähr einem Teelöffel entspricht. Es gilt die Empfehlung, den Sonnenschutz 30 min einwirken zu lassen, bevor man in die Sonne geht. Regelmäßiges Nachcremen ist wichtig, besonders wenn man viel schwitzt oder schwimmt.

Legt im Sommer, im Urlaub, am Strand oder Schwimmbad immer mal eine Pause im Schatten ein und meidet die Mittagssonne.

Fazit:

Sonnenschutz ist also mit Abstand die beste Prävention vor Hautalterung. Es lohnt sich, auch einen Blick auf den UVA-Schutz zu werfen. Ein niedriger bis mittlerer Lichtschutzfaktor kann einen zu geringen Schutz vor UVA-Strahlen liefern. Überflüssig sind hingegen Foundations oder BB Creams mit Lichtschutzfaktor, da es unmöglich ist eine ausreichende Menge davon aufzutragen, um den erforderlichen Schutz zu erhalten. Ein Sonnenschutz ist also so oder so zusätzlich erforderlich. Für einen tollen Teint, ein ebenmäßiges Hautbild, eine straffe und strahlende Haut ist täglicher Sonnenschutz also ein Muss. Es gibt großartige Produkte für jeden Hauttyp, die man auch sehr gut unter Make Up tragen kann. Wir werden unser Sortiment hier definitiv noch um viele, tolle Produkte erweitern 😊

 

ZUM SONNENSCHUTZ

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